
Alle diese Vorstellungen greift Emil Wachter auf, wenn er den leeren Thron in der nördlichen Fensterwand in der Autobahnkirche auf einen Bogen stellt. Doch diesmal ist es kein Regenbogen, auf dem Gott sitzt und der Thron selbst ist unbesetzt. Der Bogen hat nur drei Farben und deckt nicht das ganze Spektrum des Regenbogens ab. Mit Gold, Rot und Blau verwendet er die Farben, die am häufigsten in der Autobahnkirche Verwendung finden. Für den Raum des Göttlichen, den Himmel verwendet er Gold, für den Raum des Irdischen, das Blau und für das Leben, das Rot. Himmel und Erde bilden dabei gleichsam den Rahmen, für das Leben. Es hat beide Seiten, es ist geerdet und gehimmelt. Alles drei, Himmel, Erde und das Leben, stellen den Herrschaftsbereich Gottes dar. Gott als Schöpfer herrscht nicht nur über den Himmel und die Erde, sondern ist auch Herr über das Leben, das zwischen den beiden geborgen ist. Bei genauerem Hinsehen erkennt man auch, dass der rote Bogen zweigeteilt ist, anscheinend hat das Leben einen irdischen und einen göttlichen Bereich, fünf Glasfelder sind ungeteilt, dort kommen Himmel und Erde zusammen.












