Behütet und beschützt

Der Prophet Elia hat sich meistens von Gotte geschützt gewusst. Er konnte gar nicht fehlgehen, weil er überzeugt war, dass Gott auf seiner Seite steht. Zwar hat er immer wieder daran gezweifelt, aber die Grundrichtung seines Lebens war so, dass er sich sicher war, dass er den Schutz Gottes nie verlieren würde. So stellt ihn Emil Wachter an der Westseite des Elia-Turmes an der Autobahnkirche dar. Elia, geborgen in einem Trapez ist umgeben von Blütenranken. Er ist geschützt, wie Dornröschen im Schloss. Selbst die tödliche Verfolgung durch König Ahab und Königin Isebel kann ihm nichts anhaben. Er gewinnt dadurch eine sichere Position, von der aus er bis zuletzt handeln kann. Schließlich erleidet er nach der biblischen Überlieferung auch nicht den Tod, sondern er wird bei lebendigem Leib in den Himmel aufgenommen.
Wir sind weit entfernt davon, dass wir das Schicksal von Elia teilen. Wir spüren selten, dass wir von Gott erwählt sind. Wahrscheinlich sind wir sogar froh, dass wir nicht wie Elia in Dienst genommen werden und für die Sache Gottes kämpfen müssen. Wahrscheinlich sind wir nicht so mutig, dass wir uns vor einen Tyrannen stellen und sagen, dass dessen Tun von Grund auf falsch ist und er dafür die Strafe Gottes befürchten muss.
Ich glaube, dass wir gar nicht wie Elia handeln müssen. Sicherlich steht es mir gut an, wenn ich für meine Überzeugung eintrete, aber ich weiß nicht, wie weit ich gehen würde und wieviel Bedrohung ich aushalten könnte. Dann hätte ich gerne ein wenig von dem Gefühl des Elia, behütet und beschützt zu sein. Zu wissen, dass da jemand oder etwas ist, das mich nicht aufgibt, etwas Göttliches, das mich nicht verlorengibt und das mich trägt, das wäre schön und ein wertvolles Geschenk. Muss ich darauf warten, bis sich das mir offenbart? Oder soll ich davon ausgehen, dass es schon so ist? Dass ich mich in einem sicheren Rahmen bewege? Dass die Ranken des Lebens mich so einhüllen, dass mir nichts passieren kann? Wenn ich nur wüsste, wie das geht!
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Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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