Nimm mich, lass mich

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Da wartet eine große Aufgabe auf dich, die du gerne wahrnehmen würdest. Du bist dir aber nicht sicher, ob du das wirklich tun sollst. Vielleicht traust du es dir doch nicht ganz zu, fühlst dich etwas überfordert und kennst dazu noch jemanden, der oder die das sicherlich besser könnte als du selbst. Aber da ist das Reizvolle, die Herausforderung, vor die du dich gestellt siehst, du fühlt dich geschmeichelt, weil da jemand ist, der dir das alles zutraut. »Soll ich, soll ich nicht?« Diese Frage wird hin und her gewälzt und es gibt keine eindeutige Antwort. Am Elia-Turm sehen wir den Propheten Elia, der mit sich ringt. Er möchte sich dem Anspruch Gottes gerne stellen, weil es ja wichtig ist, für die gute Sache einzutreten. Er hat Angst davor, sich diesem großen Anspruch zu stellen. Er findet keine Antwort auf die Frage: »Soll ich,. Oder soll ich nicht?« Sie begleitet ihn. Schließlich geht er den Weg, den er gehen soll und lässt alles auf sich zukommen. Am Ende hat er seine Aufgabe mit Bravour erfüllt.
Auch wir tun uns schwer, Entscheidungen zu treffen. Manchmal werden solche Fragen in Gebetsform an Gott gerichtet, aber Gott entscheidet ja auch nicht für uns. Wir geben uns das Gefühl, dass Gott es für uns tut und uns auf den Weg stellt. Wenn Gott es von uns verlangt, wenn Gott es uns zutraut, dann können wir die neue Aufgabe übernehmen. Wir lassen uns dann von einer höheren Macht in Dienst nehmen und stellen es in ihre Verantwortung, ob wir genommen werden oder ob der Kelch an uns vorübergeht. Was ist jetzt besser? Selbst zu entscheiden oder die Entscheidung Gott zu überlassen?
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Wahrscheinlich erfordert beides gleichviel Mut. Wenn wir ehrlich sind, dann ist es immer unsere Entscheidung. Es wäre fatal, wenn wir Gott für uns entscheiden ließen, Wir könnten uns ja aus der Verantwortung stehlen, wenn es dann nicht geklappt hat. Andererseits erfordert es viel Mut, sich in die Hände von anderen zu geben. Es setzt eine grundsätzliche Entscheidung voraus. Wir kommen nicht darum herum. Wir müssen Entscheidungen treffen, ohne dass wir wissen, wie es am Ende ausgeht.
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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