Partystimmung

Es geht drunter und drüber. Musik und Gesang, Alkohol fließt in Strömen, Sex and Drugs and Rock 'n Roll, die Stimmung ist ausgelassen, das Leben wird in vollen Zügen genossen. Heute würde man sagen: ein tolles Fest, eine richtig gute Party. Doch diese Meinung wird nicht allerorten geteilt. Glaubens- und Sittenwächtern sind solche Feste ein Gräuel. Die Moral geht dabei zugrunde und die Menschen werden verdorben. Am Abrahams-Tor, für das Emil Wachter diese Darstellung geschaffen hat, geht es um das Thema »Sodom und Gomorrha«. Die Linie scheint klar zu sein. Das orgiastische Treiben wird als sündhaft verurteilt, dort wo Menschen über die Strenge schlagen, muss dem wilden Treiben Einhalt geboten werden., meist unter dem Vorwand, sie vor sich selbst zu schützen.
Sicherlich ist der Grat schmal, an dem tolle Feste kippen können und sich am Ende ins Gegenteil verkehren, aber ist das immer der Fall, den Menschen feiern? Laden nicht gerade die Religionen zu wilden Festen ein? Kommen nicht ursprünglich die bewusstseinserweitertenden Drogen aus dem religiösen Umfeld? Sind nicht Gesang und Tanz wesentliche Elemente der religiösen Erfahrung? Wenn Verurteilungen stattfinden, dann sagt das eher etwas über denjenigen aus, der verurteilt, als über die, über die der Stab gebrochen wird. Eine wichtige Frage, die sich stellt und die jeder Mensch auch nur für sich beantworten kann, lautet: »Dient das, was wir hier tun, dem Leben?« Legt man diesen Maßstab an, dann ändert sich die Sichtweise. Wir haben unterschiedliche Vorstellungen von dem, wie Leben ist und was Leben sein kann. Glücklicherweise verändern sich diese Einstellungen im Laufe eines Lebens.  
Vielleicht fällt dann mal der Satz: »Wir waren ja auch mal jung!« Auf jeden Fall ist es eine spirituelle Sichtweise, wenn wir dahin kommen und entdecken, dass Leben auf vielfältige Art und Weise gefeiert werden kann. Mit etwas Barmherzigkeit im Blick können wir auch über das eine oder andere scheinbar verwerfliche Tun hinwegsehen, es sei denn, es schadet dem Leben. Das ist die klare Haltung, die von allen gefordert ist, von denjenigen, die feiern, als auch von denen, die zuschauen.
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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