Zuschauen oder Anpacken

Zwei Augen und zwei Hände sehen wir am Abrahamstor der Autobahnkirche. Sie stehen für die wichtigsten Tätigkeiten des Menschen. Augen und Hände sind wohl ausschlaggebend gewesen, dass wir unsere Kultur hervorgebracht haben. Es ist wichtig, dass wir uns unsere Welt, in der wir leben, erschließen. Dazu brauchen wir einen guten Blick für das, was ist. Vor allem aber auch den Blick dafür, wie es ist. Da wirkt natürlich unser Verstand im Hintergrund. Und wenn wir erkannt haben, was und wie etwas ist, dann können wir im wahrsten Sinn des Wortes zugreifen und gestalten. Ohne unsere Hände wären wir machtlos. Sie werden von unserem Verstand gesteuert, wir haben hoffentlich einen Plan davon, was wir tun und wie wir unsere Welt und unser Leben gestalten .
Mit Augen und Händen zusammen schaffen wir an der Welt, bewältigen wir das Leben, erobern wir uns unseren Lebensraum, zunächst einmal unabhängig davon, ob das zum Guten oder Schlechten führt. Da liegt auch das Problem. Was ist, wenn das, was wir tun, uns nicht unbedingt weiterbringt? Oder gar so weit, dass wir über den Abgrund hinunterstürzen? Wäre es da nicht besser, nichts zu tun, weil es gefährlich sein kann? Wir sind von Natur aus vorsichtig. Wir wissen, dass Veränderungen eine eigene Dynamik entwickeln und nicht zu dem Erfolg führen, den wir erwartet haben. Also beschränken  wir uns darauf, eine Situation erkannt und verstanden zu haben. Das ist eine gefährliche Einstellung, mindestens genauso gefährlich wie einen Fehler zu machen. Denn dann geschieht nichts, alles bleibt wie es ist und es wird nichts besser. 
Wer etwas tut, wer handelnd eingreift, kann Fehler machen. Aber den größten Fehler hat der- oder diejenige gemacht, der oder die die Hände in den Schoß legt und nichts tut. Die Erkenntnis, die wir durch ein gutes Hinschauen erlangt haben, ruft danach, dass wir eingreifen. Selbst wenn dieses Handeln gefährlich ist, so ist des doch Teil unserer Berufung. So setzen wir Kreativität frei und sehen, dass sich etwas verändert. Dass wir Augen und Hände einsetzen, hat uns dahin gebracht, wo wir jetzt stehen, zum Guten und zum Bösen!
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Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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