Zuschauen oder Anpacken

Zwei Augen und zwei Hände sehen wir am Abrahamstor der Autobahnkirche. Sie stehen für die wichtigsten Tätigkeiten des Menschen. Augen und Hände sind wohl ausschlaggebend gewesen, dass wir unsere Kultur hervorgebracht haben. Es ist wichtig, dass wir uns unsere Welt, in der wir leben, erschließen. Dazu brauchen wir einen guten Blick für das, was ist. Vor allem aber auch den Blick dafür, wie es ist. Da wirkt natürlich unser Verstand im Hintergrund. Und wenn wir erkannt haben, was und wie etwas ist, dann können wir im wahrsten Sinn des Wortes zugreifen und gestalten. Ohne unsere Hände wären wir machtlos. Sie werden von unserem Verstand gesteuert, wir haben hoffentlich einen Plan davon, was wir tun und wie wir unsere Welt und unser Leben gestalten .
Mit Augen und Händen zusammen schaffen wir an der Welt, bewältigen wir das Leben, erobern wir uns unseren Lebensraum, zunächst einmal unabhängig davon, ob das zum Guten oder Schlechten führt. Da liegt auch das Problem. Was ist, wenn das, was wir tun, uns nicht unbedingt weiterbringt? Oder gar so weit, dass wir über den Abgrund hinunterstürzen? Wäre es da nicht besser, nichts zu tun, weil es gefährlich sein kann? Wir sind von Natur aus vorsichtig. Wir wissen, dass Veränderungen eine eigene Dynamik entwickeln und nicht zu dem Erfolg führen, den wir erwartet haben. Also beschränken  wir uns darauf, eine Situation erkannt und verstanden zu haben. Das ist eine gefährliche Einstellung, mindestens genauso gefährlich wie einen Fehler zu machen. Denn dann geschieht nichts, alles bleibt wie es ist und es wird nichts besser. 
Wer etwas tut, wer handelnd eingreift, kann Fehler machen. Aber den größten Fehler hat der- oder diejenige gemacht, der oder die die Hände in den Schoß legt und nichts tut. Die Erkenntnis, die wir durch ein gutes Hinschauen erlangt haben, ruft danach, dass wir eingreifen. Selbst wenn dieses Handeln gefährlich ist, so ist des doch Teil unserer Berufung. So setzen wir Kreativität frei und sehen, dass sich etwas verändert. Dass wir Augen und Hände einsetzen, hat uns dahin gebracht, wo wir jetzt stehen, zum Guten und zum Bösen!
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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