Farbloser Pilatus

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Pilatus gehört zu den wenigen Gestalten an der Autobahnkirche, die namentlich bezeichnet werden, auch wenn die Handlung, die er vollzieht, ihn eindeutig zuordnet. Er wäscht seine Hände in Unschuld. Auf seinem Gewand erscheint sein Name unter einem blutroten Farbklecks. Pilatus wird ansonsten ohne irgendwelche Farbe ausgeführt, er versteckt sich in der Farblosigkeit. Wer farblos bleibt, der fällt nicht auf, der kann sich im Hintergrund halten und muss keine Verantwortung übernehmen. Er macht sich die Hände nicht schmutzig und lässt andere für sich arbeiten und entscheiden. Es ist das Verhalten eines Mitläufers. Er profitiert vom System, er hat Privilegien, die er nicht verlieren will. Er hat Macht und spielt diese aus. Aber wenn er gefordert wird, dann duckt er sich weg und lässt andere in die vordere Reihe treten.
Doch so ungeschoren, wie er es sich ausrechnet, kommt er nicht davon. Er hat saubere Hände, aber auf seinem Gewand prangt ein großer Blutfleck. Er hat etwas abgekriegt und geht nicht unbeschadet aus der ganzen Situation heraus. Im Evangelium tritt er als Machtpolitiker auf, der zwischen verschiedenen Interessen vermitteln  und es sich mit keiner Seite verderben will. Aber Die Geschichte hat ihn hinweggefegt. Sein Name wird fast nur noch in den Evangelien überliefert und da ist er einer derjenigen, die Mitschuld am Tod Jesu haben. Die Geschichte hat ihn zur Verantwortung gezogen, es hat ihm nichts geholfen, sich die Hände in Unschuld zu waschen. 
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Diese symbolische Handlung hat ihm nichts gebracht. Sich Wegducken ist keine Lösung, denn was scheinbar im Augenblick hilft, wird im Laufe der Zeit zur schweren Hypothek. Er kann nicht farblos bleiben, denn er hat seinen Teil zum Tod Jesu beigetragen, der Blutfleck auf seiner sonst weißen Weste spricht Bände. Emil Wachter legt mit seiner Darstellung den Finger auf diese Wunde. Es hilft ihm nichts, farblos zu bleiben. Der an sich kleine Fleck sticht ins Auge und spricht das Urteil über ihn. Eine Mahnung an uns alle.
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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