Weltanschauung

Wie schauen wir eigentlich auf unsere Welt? Diese Frage scheint überflüssig, weil wir unsere Weltsicht ganz selbstverständlich haben und sie normalerweise auch nicht in Frage stellen. Jeder Mensch hat sein Weltbild, das tiefer reicht als das, was wir als Weltanschauung beschreiben. Heute sind wir in unserem Weltbild einig, dass die Erde keine Scheibe mehr ist und dass sie - aber da scheiden sich schon die Geister - im Verlauf von 16 Milliarden Jahre aus dem Urknall heraus entstanden ist. Mit dem Weltbild sind auch Fragen verbunden, die sich mit unserem Menschsein und letztlich auch mit dem Sinn des Ganzen befassen. Ist die Welt und der Mensch zufällig entstanden? Ist die Evolution ein gesteuerter Prozess, der auf ein Ziel hinausläuft, oder ein Vorgang, der sich selbst überlassen und nicht gelenkt ist. Steht am Anfang ein Schöpfer und werden wir immer noch von diesem Schöpfer beobachtet, begleitet und gesteuert?
Diese Fragen sprengen den Rahmen rein naturwissenschaftlichen Fragens. Wir sagen zwar, dass unser Weltbild naturwissenschaftlich geprägt ist, aber damit können wir nicht alle Facetten des Lebens und der Welt erfassen. Das, was wissenschaftlich beschreibbar ist, das können wir erklären und immer besser verstehen. Doch es gibt auch die andere Seite. Emil Wachter stellt sie an der Innenseite der Nordtür als die weiße, unbekannte Hälfte Erdkugel dar. Das sind nicht nur die ungeklärten Fragen, die wir irgendwann einmal klären können, sondern es sind auch die Fragen, auf die wir nie eine letztgültige Antwort finden. 
Es sind Fragen nach dem Leben überhaupt, nach dem Sinn des Lebens, die Frage nach Gott und die nach dem richtigen Handeln. Die Antworten, die wir finden, prägen unsere Weltanschauung. Fragen und Antworten verändern uns und wir finden im Laufe des Lebens auch mal sich widersprechende Antworten oder lernen mit der Offenheit zu leben. Um zu leben brauchen wir diese Fragen und Antworten. Wir brauchen diese Veränderung, zu der uns neue Antworten verhelfen. Ohne Zweifeln und Fragen kommen wir nicht weiter.
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Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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