Sieben Schalen des Zorns

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In den Fenstern der Westseite der Autobahnkirche sehen wir unter den Gesichtern  der Engel aus der Apokalypse die sieben Schalen des Zorns, die sie über die Erde ausgießen. Sie stehen für sieben Plagen, die entsprechend der zehn Plagen, die über Ägypten kamen, jetzt über die Menschheit ausgegossen werden. Diese neuen Plagen sind nach der Offenbarung des Johannes: schlimme Geschwüre für diejenigen, die mit dem Zeichen des Tieres versehen wurden, alles Meerwasser wird zu Blut und zieht den Tod alles Lebens im Meer nach sich, Flüsse und Quellen werden zu Blut, die Sonne versengt die Menschen mit großer Hitze, Finsternis herrscht über dem Reich des Tieres, der Euphrat trocknet aus und schließlich werden alle Inseln und Berge durch das größte Erdbeben seit Menschengedenken vernichtet und zentnerschwere Hagelkörner zerstören das Leben auf der Erde. Jede dieser Plagen stürzt die noch lebenden Menschen in Angst und Schrecken. 
Es gehört zu den üblichen Bildern von Endzeitvisionen, dass Katastrophen, die immer wieder lokal geschehen, universell gedacht werden und sich global auswirken. Was bisher auf einen kleinen Bereich beschränkt war, ist jetzt überall zu spüren. Es betrifft alle, man kann sich dem, was geschieht, nicht entkommen. Die Menschen sind dem Unheil hilflos ausgeliefert. Das einzige, auf das sie hoffen können, ist die Gnade Gottes. 
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Wir können uns vor diesem Endgericht fürchten und versuchen, uns vor all dem zu schützen. Die Apokalypse wird nicht erzählt, um Schutzmaßnahmen zu treffen und sich vor dem Gericht zu schützen, um zu überleben, sondern dass man eine Glaubensentscheidung trifft. Steht man zu Gott und seiner Herrschaft oder stellt man sich auf die Seite des Bösen? Nur wenn ich mich für das Reich Gottes entscheide, kann das Endgericht überlebt und der Lohn, das ewige Leben, erlangt werden. Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich und steht in der Entscheidung zum Heil oder Unheil.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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