Unverdaulicher Gott

Bilderwelt 301 ABK Fenster S - Unverdaulicher Gott 1zu5.jpg
Manchmal wird uns auch in spiritueller Hinsicht einiges zugemutet. Wir reiben uns an biblischen Aussagen, weil sie nicht oder nicht mehr unserer Überzeugung entsprechen. Wir wehren uns gegen Vereinnahmungen in Schriften und Gottesdiensten. Wir möchten gerne unsere Unabhängigkeit behalten und lehnen dann Botschaften ab, die uns auf einen scheinbar falschen Weg bringen. Das ist richtig und entspricht unserer Vorstellung von mündigen Christen und einem eigenverantwortlich gestalteten Glauben. Wir lassen uns nicht mehr alles vorsetzen und prüfen sehr genau, ob etwas zu uns passt oder nicht. Da gehen die Meinungen weit auseinander und es ist schwer, einen Ausgleich untereinander und einen Konsens miteinander zu finden. Wie sieht es dann aber mit den Ansprüchen aus, die Gott scheinbar an uns stellt? Müssen wir es nur unhinterfragt schlucken, weil es Wort Gottes ist?
Dieses Fensterbild an der Südseite der Autobahnkirche hat dieses Thema zum Inhalt. »Nimm und iss« fordert dieses Mosaik von Emil Wachter auf. Der Mensch steht in goldener göttlicher Gegenwart, er ist selbst Teil des Göttlichen und lässt sich davon aber noch nicht ausfüllen. Wir sind gezwungen, uns dem zu stellen und im wahrsten Sinne des Wortes zu uns zu nehmen. Das heißt nicht, dass wir alles übernehmen müssen. Im Gegenteil, wir können das, was brauchbar ist, verdauen, und das, was uns nicht nährt, wieder ausscheiden. Das Bild vom Essen der göttlichen Botschaft hat etwas Tröstliches. 
Bilderwelt 301 Lageplan.jpg
Das, was scheinbar von Gott kommt, das unverdaulich ist und uns nicht zum Leben dient, vielleicht auch schädlich ist, müssen wir nicht verdauen! Das Wissen darum, dass ich das auch wieder weggeben darf, hilft dabei, das Gute vom Schlechten zu trennen. Die Einsicht, dass auch Unverdauliches von Gott kommt, mag da hilfreich sein. Doch das weiß ich erst dann, wenn ich es verdaut habe, das heißt, wenn es durch mich hindurchgegangen ist. Das für mich Hilfreiche erkenne ich erst dann. Die Aufforderung »Nimm und iss!« ist die Einladung, sich damit auseinander zu setzen. Erst, wenn etwas durch mich hindurchgegangen ist, kann ich auch die Geister richtig unterscheiden!
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 22.09.2026
Kontemplation
Di. 29.09.2026
Kontemplation
Di. 06.10.2026
Kontemplation
Di. 13.10.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.