Alles hat seine Ordnung

Wenn wir nach einem Bild suchen, das die Ordnung der Welt symbolisieren kann, dann fällt einem sehr schnell die Säule ein, die trägt und hält. Aus massivem Stein geschlagen kann sie ein schweres Gewölbe tragen und gibt so im umgebenden Raum Halt und Sicherheit. Die klare Form strahlt diese Ordnung aus. Sie richtet den Blick nach oben zum Dach und nach unten zu ihrem Fundament. Die Ordnung ist geschaffen. Normalerweise sind es Menschen, die dafür sorgen und entsprechende Vorrichtungen bauen. In diesem Fall in der Westfront der Fenster der Autobahnkirche ist die Ordnung ein Werk Gottes, denn es sind die Säulen des Himmels dargestellt, die sich erheben und Sicherheit schaffen.
Ordnung zu schaffen, ist ein kreativer Prozess. So wird schon die Schöpfung als ganzes in diesem Zusammenhang gesehen. Der äußere Rahmen wird dann meist durch ein Gebäude dargestellt. Je weiter und luftiger es ist, umso klarer und wunderbarer erscheint es. Es sind nicht geschlossene Mauern, sondern lange, aufrechte Säulen, die alles tragen und dem Himmel Halt geben. Es besteht aus Stein, der ausgesucht und behauen, der aufgebaut und gestützt werden musste bis er seine Funktion erfüllen konnte. Eine Säule ist kein Selbstzweck, sie steht nicht für sich, wie es in einigen Ruinen der Fall ist, sondern sie hat eine Aufgabe, sie hat eine tragende Rolle. Sie verbindet die Erde mit dem Himmel, sie gibt den Halt und sie schafft den Raum, der es ermöglicht, dazwischen zu existieren.
Wir sind diese Schöpfer, wir können daran mitwirken. Unsere eigene Schöpferkraft ist gefragt. Jede und jeder von uns richtet Säulen auf, schafft Verbindungen zwischen Himmel und Erde und gibt Sicherheit und schafft Räume. Wer kreativ ist, wer selbst daran mitbaut, hilft an der Schöpfung mit. Wir ergänzen damit das, was dem Werk Gottes noch fehlt, das was Gott noch nicht geschaffen hat. Teilzuhaben an dieser Kreativität ist wunderbar, aber auch eine schier unmenschliche Aufgabe, weil wir eine sehr große Verantwortung nehmen: Der Welt und dem Leben Halt, Sicherheit und Raum zu geben und vor allem Ordnung zu schaffen.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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