Alles hat seine Ordnung

Wenn wir nach einem Bild suchen, das die Ordnung der Welt symbolisieren kann, dann fällt einem sehr schnell die Säule ein, die trägt und hält. Aus massivem Stein geschlagen kann sie ein schweres Gewölbe tragen und gibt so im umgebenden Raum Halt und Sicherheit. Die klare Form strahlt diese Ordnung aus. Sie richtet den Blick nach oben zum Dach und nach unten zu ihrem Fundament. Die Ordnung ist geschaffen. Normalerweise sind es Menschen, die dafür sorgen und entsprechende Vorrichtungen bauen. In diesem Fall in der Westfront der Fenster der Autobahnkirche ist die Ordnung ein Werk Gottes, denn es sind die Säulen des Himmels dargestellt, die sich erheben und Sicherheit schaffen.
Ordnung zu schaffen, ist ein kreativer Prozess. So wird schon die Schöpfung als ganzes in diesem Zusammenhang gesehen. Der äußere Rahmen wird dann meist durch ein Gebäude dargestellt. Je weiter und luftiger es ist, umso klarer und wunderbarer erscheint es. Es sind nicht geschlossene Mauern, sondern lange, aufrechte Säulen, die alles tragen und dem Himmel Halt geben. Es besteht aus Stein, der ausgesucht und behauen, der aufgebaut und gestützt werden musste bis er seine Funktion erfüllen konnte. Eine Säule ist kein Selbstzweck, sie steht nicht für sich, wie es in einigen Ruinen der Fall ist, sondern sie hat eine Aufgabe, sie hat eine tragende Rolle. Sie verbindet die Erde mit dem Himmel, sie gibt den Halt und sie schafft den Raum, der es ermöglicht, dazwischen zu existieren.
Wir sind diese Schöpfer, wir können daran mitwirken. Unsere eigene Schöpferkraft ist gefragt. Jede und jeder von uns richtet Säulen auf, schafft Verbindungen zwischen Himmel und Erde und gibt Sicherheit und schafft Räume. Wer kreativ ist, wer selbst daran mitbaut, hilft an der Schöpfung mit. Wir ergänzen damit das, was dem Werk Gottes noch fehlt, das was Gott noch nicht geschaffen hat. Teilzuhaben an dieser Kreativität ist wunderbar, aber auch eine schier unmenschliche Aufgabe, weil wir eine sehr große Verantwortung nehmen: Der Welt und dem Leben Halt, Sicherheit und Raum zu geben und vor allem Ordnung zu schaffen.
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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