Gelehrtenstreit

Da stecken sie ihre Köpfe zusammen und beratschlagen, was wohl die beste Lösung sein könnte. Drei Männer mit Brillen, die ihre Augen verstecken bzw. blind scheinen. So werden in der Bildersprache in der Autobahnkirche die Gelehrten dargestellt. Die Brille ist das Zeichen des Intellektuellen, der seine Augen damit verdorben hat, dass er bei schlechtem Licht in Büchern gelesen hat. Wie gesagt, die Augen sieht man nicht und damit wird schon eine wichtige Aussage über diese Gelehrten gemacht: bei all ihrem Wissen und bei allem, was sie sagen, ist der Weg zu ihrem Herzen verstellt. Das, was sie zu Menschen macht, ist nicht mehr sichtbar. Sie streiten sich kollegial und tauschen ihre Ansichten aus. Hier fällt Emil Wachter kein Urteil über den Gelehrten als Menschen sondern über die Wissenschaft. Ihr wird es nie gelingen, ein umfassendes Urteil zu fällen, das vor der emotionalen und spirituellen Vernunft Bestand haben wird. Diese Gelehrten entdecken in den heiligen Schriften, dass der Messias in Bethlehem geboren werden soll. Diese Erkenntnis reicht ihnen aus, sie müssen ihre Erkenntnis nicht überprüfen und den Erlöser mit eigenen Augen erkennen. Das können sie aber auch nicht, denn das wahre Augenlicht, der Blick mit dem Herzen,  ist ihnen verwehrt.
Emil Wachter lädt dazu ein, tiefer zu schauen und die Brille der vernünftigen Erkenntnis abzulegen und mit dem Herzen, mit unserem wahren Auge zu schauen. Diese Gelehrten schauen nur in ihren Elfenbeinturm, sie sehen nur sich, keiner von ihnen schaut nach außen. Sie kennen nur ihr Bücher aber nicht das leben, das sie beschreiben. Sie können Landkarten lesen, verwechseln den Blick auf die Landkarte aber mit dem Blick in die Wirklichkeit. Sie sind, wie man sagt, weltfremd und leben im Elfenbeinturm der Wissenschaft. 
Anders dagegen die Weisen aus dem Osten, die bei ihnen Rat suchen. Diese gehen weiter, sie stellen sich dem Leben und entdecken schließlich den Erlöser der Welt. Nicht, dass die Wissenschaft sinnlos wäre, im Gegenteil, wir verdanken ihr wichtige Erkenntnisse über uns, die Welt und den Kosmos, aber angehäuftes Wissen allein rettet die Welt nicht. Es ist der unverstellte Blick ins Herz der Dinge, die uns zu neuen Wegen ermutigt und Gemeinschaft mit allem, was ist, schafft.
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Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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