Keine Schafe, nur ein Reh

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Bei der Krippendarstellung in der Krypta der Autobahnkirche stellt sich eine Frage, die man bei einer Weihnachtskrippe nie hört: »Was sucht ein Reh an der Krippe?« Vielmehr hätte man doch Schafe erwartet oder bestenfalls Ziegen, wie sie von Hirten im Umfeld von Betlehem zur Geburt Jesu gehütet wurden. Ein Reh ist kein Tier, das in Herden gehalten wird, sondern in freier Wildbahn lebt. Ein Reh braucht keine Hirten, die es hüten und vor wilden Tieren beschützen. Es ist kein Haustier, auch kein Nutztier, das vom Menschen in sein direktes Umfeld hineingenommen wird und zur Versorgung der Grundbedürfnisse benötigt wird. Dieses Reh weist in neuer und besonderer Weise darauf hin, was an Weihnachten geschehen ist.
Das Reh ist, wie Schafe und vielleicht auch Ziegen, ein schwaches Tier, das dann überleben kann, wenn die Fluchtreflexe gut ausgebildet sind. Die Schafe haben es geschafft, dass sie von Menschen beschützt werden, das Reh bleibt auf sich gestellt. Es lebt in freier Wildbahn und ist darauf angewiesen, dass es schnell genug weglaufen kann. Aus Wildschafen hat der Mensch das heutige Hausschaf gezüchtet, das auf die menschlichen Bedürfnisse abgestimmt ist. Das Reh ist das nicht. Es hat seine Natürlichkeit bewahrt und hat trotz seiner Schwäche eine Nische in der Natur gefunden, in der es überleben kann. Wir verbinden mit diesem schwachen Tier auch etwas von Schönheit und Eleganz, von Gefährdung und Lebenswille. All das hat mit Weihnachten zu tun. Wenn Gott Mensch wird, dann ist das zunächst einmal ein wunderbares und schönes Ereignis. 
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Es erzählt vom Wunder des Lebens, das sich ständig ereignet. Das Reh ist Kennzeichen dieses Wunders. Aber dieses Leben in seiner Natürlichkeit ist gefährdet. Es gibt viele Bedrohungen, nicht nur die menschlichen und tierischen Jäger, die ihm nachstellen. Die Krippe ist der Ort, an dem ihm Sicherheit geschenkt wird, an dem es zur Ruhe kommen kann. In der Vision von der Zeit des Messias heißt es bei Jesaja: »Dann wird der Wolf beim Lamm zu Gast sein, der Panther neben dem Ziegenböckchen liegen; gemeinsam wachsen Kalb und Löwenjunges auf, ein kleiner Junge kann sie hüten. Die Kuh wird neben dem Bären weiden und ihre Jungen werden beieinander liegen; der Löwe frisst dann Häcksel wie das Rind.« (Jesaja 11,6-7) Eine Friedensvision, für die hier das Reh liegt! Weihnachten ist ein Ort der Geborgenheit und Sicherheit!
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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