Heilige Maria, Mutter Jesu

Es gibt in der Autobahnkirche wenige Darstellungen von Maria, die Emil Wachter gestaltet hat. Alle befinden sich in der Krypta. Eine davon kann man als die klassische Abbildung ansehen. Wir sehen Maria, die ihr Kind im Arm hält. Hier ist sie ganz einfach eine Mutter, nicht mehr und nicht weniger. Es fällt uns schwer, nur das in ihr zu sehen. Was wurde ihr nicht alles im Verlauf der 2000 Jahre christlicher Verkündigung zugeschrieben. Dass sie eine einfache Frau aus Nazareth war, ist nur eine Facette. Sie wird als Miterlöserin bezeichnet. Sie ist Mutter Gottes und Retterin, sie überbringt Botschaften, sie wird in Kirchen verehrt, sie gilt in vielen Kirchen als Kirchenpatronin. Viele Länder haben sie zu ihrer Patronin erwählt. In der Dichtung, Malerei und Musik gilt sie als der Inbegriff der weiblichen Schönheit. Sie ist die reine Jungfrau, die dies nicht nur vor, sondern auch während und nach der Geburt Jesu geblieben ist. Und sie ist, als einziger Mensch die »unbefleckt Empfangene«, will sagen, dass ihr die Erbschuld, die allen Menschen anhängen soll, nicht zuteil wurde. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Selbst die Evangelien stilisieren sie 40-50 Jahre nach Tod und Auferweckung Jesu zu dieser idealen Frau. Und je mehr über sie gesagt wurde, umso unfassbarer und entfernter wird sie.
Doch ist das die Maria, die Mutter Jesu, oder ist es die »Mutter Gottes«? Die Frau, die ein Kind unter widrigen Bedingungen geboren hat? Wahrscheinlich kommt das Maria, dieser einfachen Frau am nächsten, weil sie genau das tut, das jede Mutter tut. Sie hält ihr Kind im Arm, sie zeigt ihm, dass sie es lieb hat und beschützt. Hinter diesem Bild können alle anderen Beschreibungen zurücktreten. Maria als Mutter von Jesus, dem Jungen aus Nazareth, der später am Kreuz stirbt, ist nichts anderes als eine liebevolle Mutter. So können wir sie in der Autobahnkirche entdecken, wahrscheinlich müssen wir sie aber erst noch neu finden.
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Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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