Die dunkle Seite der Macht

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Wie soll man mit der Macht, die Menschen in Händen haben, umgehen? Gibt es eine für alle verbindliche Maßgabe? Das ist schwierig und die meisten Geschichten, die erzählt werden, drehen sich nach der Liebe um das Thema Macht und Missbrauch der Macht. In Romanen und Filmen, in Opern und Theaterstücken ist die Frage, wie die Macht von einer hellen zu einer dunklen Seite kippt, ein wichtiges Gestaltungselement, das uns interessiert und fesselt. Macht fasziniert, weil man, wenn man sie hat, gestalten kann. Macht hilft dabei, kreativ und schöpferisch tätig zu sein. So verstanden bringt sie die Menschen weiter und eröffnet allen diese Möglichkeiten. Wenn sie aber dazu eingesetzt wird, die eigenen Interessen bedingungslos durchzusetzen, dann stellt sie sich mehr und mehr auf die dunkle Seite. In Kriegszeiten und -gebieten kleiden sich diese Soldaten in schwarze Kleider und geben sich sogar Namen, in denen das schwarze auftaucht. Das Dunkle, das Schwarze verbreitet Schrecken. Das kommt auch daher, weil hinter der dunklen Fassade jede Menschlichkeit verschwindet. Aus Menschen werden schwarze Gestalten, die Furcht und Schrecken verbreiten. Es ist nicht mehr möglich, sie differenziert wahrzunehmen, sie erscheinen unnahbar und angsteinflößend.
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Wenn von der Macht erzählt wird, dann wird an Ängste von uns Menschen gerührt. Wir kennen die Verführung durch Macht und bleiben doch verführbar. Wir haben Angst davor und doch übt sie auch eine Faszination aus, der wir uns  sich nicht entziehen können. Wenn in der Autobahnkirche in der Nordseite beim Kindsmord von Betlehem ein schwarzer Soldat auftaucht, dann steht genau dieser angsteinflössende Vertreter der dunklen Seite vor uns. Er hat seine Entscheidung getroffen, er steht auf der dunklen Seite, aber stellt auch eine Frage an den Betrachtenden: »Auf welcher Seite stehst Du? Bist Du durch die Faszination der Macht verführbar? Was würdest Du tun, um wirklich mächtig zu sein?« Und alles gipfelt in der alles entscheidenden Frage: »Wie gehst Du mit der Macht um, die Du hast?«
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Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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