Wenn man es nur wüsste

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Es ist ein eigenartiges Symbol, das man an der Südostecke am Mose-Turm sehen kann. Ein doppelter Kreis umschließt ein Kreuz. In jedem Feld sehen wir einen Halbkreis mit einem Punkt. Die Bedeutung erschließt sich nicht, auch wenn man den Zusammenhang betrachtet. Man sieht dann Mose, der sich auf den Boden wirft. Emil Wachter schreibt dazu: »Mose muss sich unterwerfen.« Das kann man aus der Haltung des Mose schließen. Aber unter was und wieso? Mose ist ein Mensch, der Selbstzweifel hat. Er hat mühsam gelernt selbstbewusst aufzutreten, einem ganzen Volk gegenüber zu treten, es zurecht zu weisen, ihm aber auch als wegkundiger Führer vorauszugehen. Er überbringt ihnen das Gesetz Gottes, er selbst wagt es, Gott »ins Gesicht zu schauen«. Er hat keinen Grund, sich kleinzumachen. Doch er darf am Ende nicht in das Land gehen, in das er sein Volk geführt hat. Er sieht es aus der Ferne bevor er stirbt.
Mose muss sich unterwerfen. Ist es der Wille des Volkes, das ihn immer wieder herausgefordert und mit dem er Kompromisse schließen muss? Ist es sein Bruder Aaron, der immer wieder andere Wege geht? Oder ist es der Wille Gottes, dem er sich unterordnen muss. Die Geschichte aus der Tora legt es nahe, dass es der 
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Wille Gottes ist, dem er sich unterstellt. Aber wie erkennen wir in diesem Symbol Gott? Das Sonnenrad, das Kreuz in einem Kreis wäre ein Hinweis darauf. Als Lichtsymbol, als Sonne haben wir immer wieder die Verbindung mit Gott vor Augen. Doch dann stören die Halbkreise und die Punkte, die die vier Viertelstücke ausfüllen. Wie man es auch dreht und wendet, eine letztgültige Antwort ist nicht möglich. Wahrscheinlich müssen wir dieses Symbol länger betrachten und schauen, was es in uns auslöst. Es könnte sogar sein, dass wir eine Lösung, die jetzt schlüssig erscheint, in einem Tag schon wieder verwerfen müssen. Das spricht dann doch dafür, dass wir es hier mit einem Symbol für Gott zu tun haben. Es ist in direkter Betrachtung das Geheimnis Gottes, das wir nicht ergründen können. Es steht für unsere Ratlosigkeit, mit der wir Gott suchen und über Gott nachdenken. Belassen wir es dabei. Lernen wir, mit dem Geheimnisvollen zu leben.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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