Wem es die Sprache verschlägt

Bilderwelt 346 ABK Johannes-Turm N - Zacharias kann nicht reden 1zu5.jpg
Am Johannesturm sehen wir eine Abbildung von Zacharias, dem Vater von Johannes, dem Täufer. Zacharias war Priester am Tempel in Jerusalem. Einmal verließ er den Tempel und  konnte nicht mehr reden. Was hat ihm die Sprache verschlagen? Er hatte eine besondere Offenbarung, ihm begegnete ein Bote Gottes. Er fand keine Worte mehr. Im Lukas-Evangelium wird das folgendermaßen erklärt: Der Engel verkündete dem hochbetagten Zacharias die Geburt eines Sohnes. Zacharias kann das nicht glauben. »18 Zacharias sagte zu dem Engel: ›Woran soll ich erkennen, dass es wirklich so kommen wird? Ich bin doch ein alter Mann, und meine Frau ist auch schon in vorgeschrittenen Jahren.‹ 19 Der Engel antwortete: ›Ich bin Gabriel, der vor Gottes Thron steht. Gott hat mich zu dir gesandt, um dir diese gute Nachricht zu bringen. 20 Was ich gesagt habe, wird zur gegebenen Zeit eintreffen. Aber weil du mir nicht geglaubt hast, wirst du so lange stumm sein und nicht mehr sprechen können, bis es eingetroffen ist.‹ 21 Das Volk wartete draußen auf Zacharias und wunderte sich, dass er so lange im Tempel blieb. 22 Als er schließlich herauskam, konnte er nicht zu ihnen sprechen. Da merkten sie, dass er im Tempel eine Erscheinung gehabt hatte. Er gab ihnen Zeichen mit der Hand und blieb auch weiterhin stumm.« (Lukas 1,18-22, Übersetzung Gute Nachricht)
Das, was Zacharias im Tempel widerfahren ist, ist unbeschreiblich. Er kann nichts dazu sagen, wer würde ihm auch glauben. Er selbst kann das ja auch nicht. Ihm hat es die Sprache verschlagen, weil Unsagbares geschehen ist. Er kann nichts dazu sagen. Sein Schweigen dauert so lange, bis Johannes geboren wurde und er ihm den Namen Johannes gegeben hat. 
Bilderwelt 346 Lageplan.jpg
Der schweigende, der stumme Zacharias ist ein Mensch, der viel mit uns modernen Menschen zu tun. Wir glauben nur das, was wir sehen und was in unser Weltbild passt. Über alles andere schweigen wir lieber. Das ist an sich nicht schlecht, es zeigt unsere Vorsicht. Aber wirklich weiter kommen wir so nicht. Zacharias spürt das und ergibt sich in sein Schweigen und akzeptiert, was er nicht versteht.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Aktuelles
Pfingstmontag, 25. Mai 2026
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.