Wort, das wirkt

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Diese eigenartige Darstellung finden wir an der Nordseite des Johannes-Turms. Emil Wachter hat sie neben ein Bildnis von Johannes, dem Täufer angebracht, der still und ruhig auf die Welt blickt. Man könnte darin eine Wolke und im Wind bewegte Luftmassen sehen. Sie stehen für das, was Johannes losgetreten hat. Seine Predigt, so zugespitzt sie auch war, hat etwas bewirkt. Sie hat ihn das Leben gekostet. Er hat die Menschen für das Wort Gottes geöffnet. Johannes hat die Welt verändert und seine Botschaft wirkt auch heute noch. Noch mehr als das, was er gepredigt hat, wirkt die Botschaft von Jesus, die wir als Wort Gottes bezeichnen. Auch dieses Wort ist wirkmächtig. Oft wird es mit einem Wind verglichen, der über die Erde weht und dem nichts Einhalt gebieten kann, ob es jetzt ein leises Säuseln ist oder ein mächtiger Sturm. Man kann sich zwar schützen und sich in die eigenen vier Wände zurückziehen, es lässt sich nicht aufhalten, man kann sich ihm nur entziehen. 
Das Bild mit dem Wind ist hilfreich, um unsere Widerstände gegen das Wort Gottes zu verstehen. Genaugenommen können wir ihm nicht ausweichen, der Anspruch besteht. Doch wir wissen nicht, ob es jetzt wirklich das Wort Gottes ist, das uns erreicht. Vielleicht ist es ja nur einer von vielen Geltungsansprüchen, die Tag für Tag an uns herangetragen werden. Es ist die Unterscheidung der Geister gefragt, die wir nur jede und jeder für sich vollziehen kann. Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass es ernst gemeint ist und dass diese Anrede für uns göttlichen Charakter hat, dann sind wir noch lange nicht so weit, dass wir dieses Wort bedingungslos umsetzen und unser Leben danach ausrichten. 
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Wahrscheinlich braucht es viel Zeit, bis es wirken kann. Wenn wir reifen, wenn wir ständig diesem Wind ausgesetzt sind, wenn wir immer wieder damit konfrontiert werden, kommen wir zwangsläufig an den Punkt, zu erspüren, dass das Wort Gottes wirklich gewirkt hat und jetzt in uns und durch uns wirken kann. So verändert sich etwas in der Welt, so wird unsere Welt eine andere Das Wort Gottes wirkt. Wir müssen nur den Raum zum Wirken bereitstellen.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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