Wort, das wirkt

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Diese eigenartige Darstellung finden wir an der Nordseite des Johannes-Turms. Emil Wachter hat sie neben ein Bildnis von Johannes, dem Täufer angebracht, der still und ruhig auf die Welt blickt. Man könnte darin eine Wolke und im Wind bewegte Luftmassen sehen. Sie stehen für das, was Johannes losgetreten hat. Seine Predigt, so zugespitzt sie auch war, hat etwas bewirkt. Sie hat ihn das Leben gekostet. Er hat die Menschen für das Wort Gottes geöffnet. Johannes hat die Welt verändert und seine Botschaft wirkt auch heute noch. Noch mehr als das, was er gepredigt hat, wirkt die Botschaft von Jesus, die wir als Wort Gottes bezeichnen. Auch dieses Wort ist wirkmächtig. Oft wird es mit einem Wind verglichen, der über die Erde weht und dem nichts Einhalt gebieten kann, ob es jetzt ein leises Säuseln ist oder ein mächtiger Sturm. Man kann sich zwar schützen und sich in die eigenen vier Wände zurückziehen, es lässt sich nicht aufhalten, man kann sich ihm nur entziehen. 
Das Bild mit dem Wind ist hilfreich, um unsere Widerstände gegen das Wort Gottes zu verstehen. Genaugenommen können wir ihm nicht ausweichen, der Anspruch besteht. Doch wir wissen nicht, ob es jetzt wirklich das Wort Gottes ist, das uns erreicht. Vielleicht ist es ja nur einer von vielen Geltungsansprüchen, die Tag für Tag an uns herangetragen werden. Es ist die Unterscheidung der Geister gefragt, die wir nur jede und jeder für sich vollziehen kann. Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass es ernst gemeint ist und dass diese Anrede für uns göttlichen Charakter hat, dann sind wir noch lange nicht so weit, dass wir dieses Wort bedingungslos umsetzen und unser Leben danach ausrichten. 
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Wahrscheinlich braucht es viel Zeit, bis es wirken kann. Wenn wir reifen, wenn wir ständig diesem Wind ausgesetzt sind, wenn wir immer wieder damit konfrontiert werden, kommen wir zwangsläufig an den Punkt, zu erspüren, dass das Wort Gottes wirklich gewirkt hat und jetzt in uns und durch uns wirken kann. So verändert sich etwas in der Welt, so wird unsere Welt eine andere Das Wort Gottes wirkt. Wir müssen nur den Raum zum Wirken bereitstellen.
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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