Mit Drachen kämpfen

In der Literatur und im Film gehören Kämpfe mit Drachen zum größten, was beschrieben werden kann. In der Fantasy-Literatur kämpfen der Held oder die Heldin immer wieder gegen Drachen und bewähren sich dabei. Der Sieg über den Drachen wird zur Bestätigung eines Macht- und Herrschaftsanspruchs, der dann eingelöst wird. Oft ist der Sieg über den Drachen auch verbunden mit einer besonderen Gabe, beispielsweise Unverletzlichkeit, einem großer Schatz, einem besonderes Schwert oder der Gewinn einer Partnerin oder eines Partners. Wer mit Drachen kämpft ist mutig und stellt sich dem Unausweichlichen. Wer mit Drachen kämpft ist vorausschauend und im Kampf erfahren, denn ein Anfänger hat kaum eine Chance gegen einen solch mächtigen Gegner.
In der Apokalypse taucht in der Endzeit ein Drache auf, der die Erde zerstört und die Menschheit bedroht. Emil Wachter hat ihm im Ostfenster der Autobahnkirche ein Gesicht und Waffen in die Hände gegeben. Dieser Drache kämpft, er ist ein Werkzeug der letzten Tage, wie es die Apokalypse beschreibt. Doch wir müssen diese fantastische Schilderung des Johannes gar nicht bemühen, um zu wissen, dass Drachen immer auch eine Wirklichkeit für uns darstellen. Psychologisch betrachtet steht der Drache für die mächtigen, nicht bewussten Anteile unserer Persönlichkeit. Oft sind es die Ängste, die uns von Grund auf bestimmen. Um sie zu bekämpfen, um sich ihnen zu stellen, müssen wir in uns selbst, in die Drachenhöhle, das ist sinnbildlich ihr Ort, hinabsteigen. Wir brauchen Mut und Erfahrung, um dem zu begegnen, was sich uns dort entgegenstellt. Wir brauchen Selbstvertrauen und ein Ziel, um diesen Kampf zu beginnen. Jeder ist ein Drachenkämpfer, jede eine Drachenkämpferin. Wir können diesen Kampf aufnehmen, weil wir wissen, dass wir nicht allein sind. Wie in Sagen und Legenden kämpfen wir unseren Kampf zwar jede und jeder für sich, aber wir kennen andere, die ihn schon gekämpft und gewonnen haben. Sie teilen ihre Erfahrungen mit uns und bereiten uns vor. Wer hilft Dir?
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Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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