Mensch der Tat

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Was unterscheidet den Mensch vom Tier? Früher war man schnell mit der Antwort und sagte: Der Mensch kann zielgerichtet handeln, er kann Pläne schmieden und sie entsprechend umsetzen. Diese Ansicht gilt landläufig immer noch, aber mittlerweile wissen wir auch, dass Tiere zu strategischem Handeln durchaus fähig sind und dass somit die Grenzen zwischen Mensch und Tier eher verschwimmen. Die Fähigkeit, unsere Hände zu gebrauchen, ist ganz wichtig. Nicht umsonst sprechen wir ja von Handlungen. Das zeichnet uns Menschen aus, dass wir Taten verrichten können und über diese nachdenken und sie auch bewerten können. Wenn wir das tun, dann verwirklichen wir das, was in unserem Programm grundgelegt ist. Wir entwickeln auch Sympathien für Menschen, die anpacken, die etwas tun, weil es notwendend getan werden muss. Es ist gut, wenn Tatmenschen um uns herum sind, die uns mitreißen, und uns selbst dazu verleiten, aktiv zu werden.
Am Johannes-Turm stellt Emil Wachter einen Tatmenschen dar. Einer, der anpackt.  Vielleicht ist es Johannes der Täufer, vielleicht einer seiner Zuhörer, der von ihm angesteckt wurde. Vielleicht ist es auch einer, der die Zeichen der Zeit erkannt hat und tut, was getan werden muss. Ein entschiedener Gesichtsausdruck, nicht nur der Blick weisen in eine bestimmte Richtung. Eine Hand packt kräftig zu und die andere ist ganz besonders. Wenn wir nachzählen, sehen wir, dass sie sechs Finger hat. War das nur ein Fehler des Künstlers oder steckt eine tiefere Absicht dahinter? Das wissen wir nicht. 
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Aber wenn Tatmenschen aktiv werden, dann geht das nur, wenn sie Grenzen überschreiten und wie hier aus fünf sechs machen, fünf gerade werden lassen. Das ist genauso wichtig wie das Anpacken und die Entscheidung dazu. Bestehende Einschränkungen werden überwunden. Ob das immer zum Guten gereicht, das entscheidet der Kopf und am Ende die Geschichte, die ihr Urteil darüber fällt. Ohne tatkräftiges Zupacken geht es aber nicht! Tun ist besser als perfekt.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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