Mensch der Tat

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Was unterscheidet den Mensch vom Tier? Früher war man schnell mit der Antwort und sagte: Der Mensch kann zielgerichtet handeln, er kann Pläne schmieden und sie entsprechend umsetzen. Diese Ansicht gilt landläufig immer noch, aber mittlerweile wissen wir auch, dass Tiere zu strategischem Handeln durchaus fähig sind und dass somit die Grenzen zwischen Mensch und Tier eher verschwimmen. Die Fähigkeit, unsere Hände zu gebrauchen, ist ganz wichtig. Nicht umsonst sprechen wir ja von Handlungen. Das zeichnet uns Menschen aus, dass wir Taten verrichten können und über diese nachdenken und sie auch bewerten können. Wenn wir das tun, dann verwirklichen wir das, was in unserem Programm grundgelegt ist. Wir entwickeln auch Sympathien für Menschen, die anpacken, die etwas tun, weil es notwendend getan werden muss. Es ist gut, wenn Tatmenschen um uns herum sind, die uns mitreißen, und uns selbst dazu verleiten, aktiv zu werden.
Am Johannes-Turm stellt Emil Wachter einen Tatmenschen dar. Einer, der anpackt.  Vielleicht ist es Johannes der Täufer, vielleicht einer seiner Zuhörer, der von ihm angesteckt wurde. Vielleicht ist es auch einer, der die Zeichen der Zeit erkannt hat und tut, was getan werden muss. Ein entschiedener Gesichtsausdruck, nicht nur der Blick weisen in eine bestimmte Richtung. Eine Hand packt kräftig zu und die andere ist ganz besonders. Wenn wir nachzählen, sehen wir, dass sie sechs Finger hat. War das nur ein Fehler des Künstlers oder steckt eine tiefere Absicht dahinter? Das wissen wir nicht. 
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Aber wenn Tatmenschen aktiv werden, dann geht das nur, wenn sie Grenzen überschreiten und wie hier aus fünf sechs machen, fünf gerade werden lassen. Das ist genauso wichtig wie das Anpacken und die Entscheidung dazu. Bestehende Einschränkungen werden überwunden. Ob das immer zum Guten gereicht, das entscheidet der Kopf und am Ende die Geschichte, die ihr Urteil darüber fällt. Ohne tatkräftiges Zupacken geht es aber nicht! Tun ist besser als perfekt.
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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