Der gar nicht so stolze Pfau

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So kennt man ihn gar nicht, den Pfau. Wir denken, wenn wir das Wort »Pfau« hören, an einen Vogel, der es gar nicht erwarten kann, sich in all seiner Pracht zu zeigen. Hier unterliegen wir aber unseren eigenen Vorstellungen, die wir auf die Tierwelt übertragen. Wir sprechen Tiere menschliche Eigenschaften zu. Ihr Verhalten erinnert uns daran, was wir als Menschen erleben und bei anderen beobachten. Doch das sind unsere Empfindungen und Wertungen und nicht die der Tiere. Der stolze Pfau ist es nur in unseren Augen.
Am Abgang zur Krypta bei der Mose-Treppe sehen wir über unseren Köpfen auch einen Pfau, aber der ist so ganz anders als wie wir ihn darstellen würden. Er schlägt kein Rad, er frisst und pickt, geht seinem Alltagsgeschäft nach und muss nicht possieren oder sich verteidigen und Eindruck schinden. Hier spricht Emil Wachter mit seiner Darstellung eine Einladung aus: »Wenn Du hier in Krypta kommst, musst Du nichts darstellen, Du kannst so sein, wie Du bist. Hier geschieht Dir nichts, Du bist nicht bedroht. Und wenn Du Deinen Alltag hierher mitbringst, dann ist es gut so.« Wenn wir uns diese Haltung zu eigen machen, dann erfüllen wir eine wichtige Eigenschaft, die in der Botschaft Jesu grundgelegt ist. Wir müssen nicht etwas erfüllen, damit wir hier sein dürfen. Wir sind eingeladen, so wie wir sie sind. Wenn uns wir das auf dem Weg in Krypta zu Herzen nehmen, dann heißt das auch, dass wir uns selbst begegnen können. 
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Wir steigen hinab, wir gehen zum Grund, wir gehen zugrunde, würde Meister Eckhart sagen, und entdecken Gott, in der Form, dass wir uns selbst in uns entdecken. Der Abstieg ohne Eitelkeit wird hier eingefordert.  Das gelingt aber nur dann, wenn wir alles das ablegen, was wir in unserem Alltag brauchen oder zumindest meinen zu brauchen. Hier kommen wir nur zum Ziel, zu uns selbst, wenn wir so einfach sind, wie wir wirklich sind, wenn wir alles das ablegen, was zwar einem guten Eindruck dient, aber hilft, uns vor anderen und vor uns selbst zu verstecken. Zuerst müssen wir unseren Stolz ablegen, wenn wir hinabsteigen.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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