Zukunft möglich machen

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Es gibt Situationen, in denen weiß man nicht mehr, wie es weitergehen kann. Man zweifelt daran, ob es überhaupt noch eine Zukunft gibt. Das Buch Exodus im ersten Testament beginnt mit solch einer mehr als aussichtslosen Situation. Das Volk der Israeliten wurde von den Ägyptern versklavt, ihre Lebensmöglichkeiten mehr und mehr eingeschränkt. Die Knaben sollten noch als Neugeborene getötet werden, damit das Volk selbst nicht mehr überlebensfähig war. Das war der Punkt, an dem die Kreativität einsetzte. Wenn es um die Zukunft geht, sind Menschen zu Leistungen fähig, die ihnen kaum jemand zugetraut hat.  Eine der Hebräerfrauen bringt einen Sohn zur Welt und versteckt ihn. Als das nicht mehr möglich war, legte sie ihn in ein Binsenkörbchen in den Nil, das von der Tochter des Pharao gefunden wurde. Um es am Leben zu halten wurde eine Hebräerin als Amme gerufen. Wie geplant, wurde die Mutter des Jungen gerufen. Sie stillte ihn und er wuchs auf, zwischen den Welten, bei den Hebräern und am ägyptischen Hof. Das ist, kurz zusammengefasst die Kindheit des Mose, der sein Volk aus der Gefangenschaft führen sollte und ihm so eine neue Zukunft gegeben hat.
Diese Zukunft steht natürlich auf der Kippe, solange das Kind im Nil schwimmt. Aber diese Bedrohung wird zur Zukunft für das ganze Volk. Denn das, was passiert, ist von langer Hand vorbereitet und der Plan geht auf. In diesem kleinen, unschuldigen und bedrohten Kind wird eine Hoffnung für ein ganzes Volk, das am Verzweifeln ist, erweckt. 
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Es sind immer wieder Kinder, die unter besonderen Bedingungen geboren werden oder vor dem Tod bewahrt wurden. ReligionsstifterInnen und begnadete HerrscherInnen hatten solche Kindheitsgeschichten. Ihr Leben war bedroht und sie wurden gerettet. Das ist ein Zeichen für ihre Erwählung durch Gott und wird später ihren Führungsanspruch begründen. Sie können ihr Volk leiten, weil sie die Zukunft darstellen. Sie stehen für das neue Leben, das sich erst noch bilden muss. So wie das kleine Kind, das in einem Binsenkörbchen im Nil dümpelt und dabei nur knapp dem Tod entrinnt.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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