Katzenbilder erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie rühren an unsere Gefühle und sprechen eine Seite bei uns an, die auch spirituelle Tiefe erlangt. Spielende Katzen, solche, die sich in der Sonne räkeln, Katzen die es sich an ihrem Lieblingsplatz bequem gemacht haben und nicht zuletzt die Katzen, die sich verschmust an ihre menschlichen Futterspender kuscheln. Immer wieder sehen wir Tiere, die in einem besonderen Verhältnis zum Menschen stehen. So auch am Noah-Turm an der Nordseite, die hauptsächlich den Geretteten und dem Neuanfang gewidmet ist. Die Katzen stehen für die Normalität, für den Alltag, der jetzt wieder Raum gewinnt. Katzen gehören zu den Tieren, die wir mit normalem Leben verbinden. Wieder jeden Tag so leben, ohne sich Gedanken um das Morgen machen zu müssen. Wieder dem Nachgehen können, was unser Leben ausmacht und Stabilität verleiht. Wir schauen auf Katzen und hoffen, dass wir an ihrer Gelassenheit Teil haben können.
Die Tiere, mit denen wir leben, schenken uns diese Gelassenheit. Oft reicht es aus, wenn wir sie beobachten und an ihrem Leben Teil haben können. Wir sind gezwungen mit ihnen Zeit zu verbringen und wir werden dafür belohnt, wenn wir ihre Aufmerksamkeit zurück erhalten. Wenn die Katzen, so sagt uns Emil Wachter mit seiner Darstellung, auch gerettet werden, dann deshalb, weil wir sie brauchen.
Katzen sind neben den Hunden die Tiere, die wir in unser Sozialgefüge eingebunden haben, die ihren Lebensalltag mit uns teilen. Sie erfüllen eine soziale Funktion, nicht erst in den letzten Jahren, sondern schon solange, wie wir sie »domestiziert« haben. Das heißt: Wir haben sie in unser Lebensumfeld integriert, sie zu uns ins Haus genommen. Deshalb gehören sie zu den Tieren, die als erstes in die Arche gebracht werden müssen neben Noah und seiner Familie. Sie gehören zur Familie und sind ein notwendiges Bindeglied zur Natur und den anderen Lebenwesen, die uns umgeben. Wir dürfen sie nicht vergessen, auch dann nicht, wenn die Welt droht, unterzugehen.