Mit dem Lobpreis am Ende des Vaterunsers werden alle Register gezogen, um Gott ins rechte Licht zu rücken. Gott werden Eigenschaften zugeschrieben, die einem Herrscher würdig sind. Wenn am Anfang noch die liebevolle Anrede »Unser Vater«, oder wenn man es im Sinne Jesu formuliert: »Lieber Papa« dem Gebet eine persönliche Ausrichtung gibt, dann ist diese mit der Ehrerbietung zum Schluss nicht mehr zu finden. Im Gegenteil, Gott bekommt wieder ganz ein überirdisches, übermenschliches und herrscherliches Gesicht. Das ist nicht mehr der liebevolle Vater, von dem Jesus spricht, sondern im besten Fall der gütige Herrscher, dem man sich unterwerfen muss. Er wird zu dem richtenden König, der auf dem Thron sitzt, den man sich gewogen machen muss, dass er auf einen schaut und es gut meint. Dem dienen auch die Zuschreibungen, die hier Verwendung finden. Macht, Kraft, Herrlichkeit und Ewigkeit liegen in den Händen Gottes. Ich als schwacher, ohnmächtiger, unansehnlicher und endlicher Mensch kann mich Gott nicht nähern, geschweige vor die Augen treten. Es bleibt nur die Unterwerfung. Dem entspricht unsere Vorstellung von einem absoluten Herrscher, der keinen Widerspruch duldet. Ein göttlicher Herrscher eben. Sicherlich macht es einen Unterschied, ob man sich einem Mensch unterwirft oder Gott.
Aber war das wirklich die Botschaft Jesu? Hat Jesu einen Gott verkündet, der in Fernen thront, dem wir uns nicht nähern können? Der Lobpreis am Ende des Vaterunsers stammt nicht von Jesus, er wurde später eingefügt, nachdem das Gebet des Herrn Eingang in die Liturgie gefunden hat. Wir haben gelernt, dass wir uns dem Willen Gottes unterwerfen sollen, dass wir unser ganzes Leben an Gott und dem Willen Gottes ausrichten sollen, mehr als wir es einem irdischen König gegenüber tun würden! Jesus hat von einem liebenden Vater gesprochen, der uns auf Augenhöhe begegnet, der uns bei sich wohnen lassen will, der uns so annimmt, wie wir sind und vor dem wir keine Angst haben müssen. Dieser Lobpreis dagegen zeichnet einen distanzierten Gott, vor dem man Angst haben soll. Wenn wir über unser Gottesverständnis nachdenken, helfen uns dann diese Begriffe weiter oder verbauen sie uns den Blick darauf, wie Gott wirklich für mich ist?
Aber war das wirklich die Botschaft Jesu? Hat Jesu einen Gott verkündet, der in Fernen thront, dem wir uns nicht nähern können? Der Lobpreis am Ende des Vaterunsers stammt nicht von Jesus, er wurde später eingefügt, nachdem das Gebet des Herrn Eingang in die Liturgie gefunden hat. Wir haben gelernt, dass wir uns dem Willen Gottes unterwerfen sollen, dass wir unser ganzes Leben an Gott und dem Willen Gottes ausrichten sollen, mehr als wir es einem irdischen König gegenüber tun würden! Jesus hat von einem liebenden Vater gesprochen, der uns auf Augenhöhe begegnet, der uns bei sich wohnen lassen will, der uns so annimmt, wie wir sind und vor dem wir keine Angst haben müssen. Dieser Lobpreis dagegen zeichnet einen distanzierten Gott, vor dem man Angst haben soll. Wenn wir über unser Gottesverständnis nachdenken, helfen uns dann diese Begriffe weiter oder verbauen sie uns den Blick darauf, wie Gott wirklich für mich ist?











