Sonnentage gelten als die schönen Tage. Die Sonne scheint hell, die Luft ist klar, meist ist es richtig warm oder wenn es kalt ist, wird die Kälte als angenehm empfunden. Wir lieben es, wenn die Sonne scheint, und wir sehnen uns danach, besonders, wenn tagelang Wolken am Himmel waren. Die Sonne ist deshalb auch im übertragenen Sinn ein Zeichen für unsere Sehnsucht nach einer guten, heilen Welt. Nicht umsonst ist die Sonne zum Symbol für Gott schlechthin geworden. In vielen Religionen wird sie gottgleich verehrt und diesen Status hat sie bis heute nicht verloren. Wir verehren immer noch die Sonne. Menschen, die sich im Urlaub nach der Sonne sehnen und sich beim Baden in ihre warmen Strahlen legen, sind Sonnenanbeter. Hier schließt sich der Kreis zwischen wirklicher Erfahrung und übertragener religiöser Deutung.
Die Sehnsucht nach der Sonne drückt sich auch im Wunsch nach einer neuen und besseren Zeit aus, auf die wir im Advent hoffen. Im Adventslied: »O Heiland, reiß die Himmel auf« von Friedrich von Spee ist eine Strophe dieser Sehnsucht gewidmet: »O klare Sonn, du schöner Stern, dich wollten wir anschauen gern; o Sonn, geh auf, ohn deinen Schein in Finsternis wir alle sein.« Geschrieben in der dunklen Zeit des Dreißigjährigen Krieges, bei dem in Deutschland zudem die Pest wütete, die Menschen in Glaubensfragen bis auf Blut zerstritten waren und die Scheiterhaufen für Hexen brannten, ist diese Sehnsucht nur zu verständlich. Ein Sonnenaufgang, sprich das Eingreifen Gottes, ist das einzige, was noch Hilfe versprach. Umgeben von Finsternis, von Tod und Verderben, ohne irgendeine Aussicht auf Besserung, blieb die Religion, obwohl sie selbst für diese Finsternis gesorgt hatte, der einzige Rettungsanker. Der Dichter hatte keine klare Vorstellung, wie diese Hilfe aussehen sollte, aber alles, was eine Besserung versprach, war gut. Er deutete seine Zeit als eine Adventszeit, in der die Menschheit auf eine Erlösung hoffte, die nur von Gott her kommen konnte. Er erwartete den Aufgang der Sonne, das Kommen Gottes in das menschliche Elend. Die Sonne im Weihnachtsfenster der Autobahnkirche hält diese Hoffnung aufrecht und lässt sie über dem Kind in der Krippe, aber auch über der Familie auf der Flucht scheinen. Kann das auch ein Hoffnungszeichen für uns sein?
Die Sehnsucht nach der Sonne drückt sich auch im Wunsch nach einer neuen und besseren Zeit aus, auf die wir im Advent hoffen. Im Adventslied: »O Heiland, reiß die Himmel auf« von Friedrich von Spee ist eine Strophe dieser Sehnsucht gewidmet: »O klare Sonn, du schöner Stern, dich wollten wir anschauen gern; o Sonn, geh auf, ohn deinen Schein in Finsternis wir alle sein.« Geschrieben in der dunklen Zeit des Dreißigjährigen Krieges, bei dem in Deutschland zudem die Pest wütete, die Menschen in Glaubensfragen bis auf Blut zerstritten waren und die Scheiterhaufen für Hexen brannten, ist diese Sehnsucht nur zu verständlich. Ein Sonnenaufgang, sprich das Eingreifen Gottes, ist das einzige, was noch Hilfe versprach. Umgeben von Finsternis, von Tod und Verderben, ohne irgendeine Aussicht auf Besserung, blieb die Religion, obwohl sie selbst für diese Finsternis gesorgt hatte, der einzige Rettungsanker. Der Dichter hatte keine klare Vorstellung, wie diese Hilfe aussehen sollte, aber alles, was eine Besserung versprach, war gut. Er deutete seine Zeit als eine Adventszeit, in der die Menschheit auf eine Erlösung hoffte, die nur von Gott her kommen konnte. Er erwartete den Aufgang der Sonne, das Kommen Gottes in das menschliche Elend. Die Sonne im Weihnachtsfenster der Autobahnkirche hält diese Hoffnung aufrecht und lässt sie über dem Kind in der Krippe, aber auch über der Familie auf der Flucht scheinen. Kann das auch ein Hoffnungszeichen für uns sein?











