Die Bezüge, die Jesus in Verbindung mit dem Bild des Weinstocks verwendet, klingen sehr geheimnisvoll und verwirrend: In der zweiten Abschiedrede sagt Jesus: 1 »Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. 2 Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. 3 Ihr seid schon rein kraft des Wortes, das ich zu euch gesagt habe. 4 Bleibt in mir und ich bleibe in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so auch ihr, wenn ihr nicht in mir bleibt. 5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.« (Johannes 15,1-5, Einheitsübersetzung 2016) In der Glaubensgeschichte wurde diese Stelle ganz unterschiedlich ausgelegt, mal repressiv, mal ermutigend, mal wortwörtlich, dann wieder sehr weit interpretiert. Aber alle Versuche, diese Sätze richtig zu verstehen, haben ihnen nichts von ihrem geheimnisvollen Charakter genommen.
In Jesus sein ist die Grundlage dafür, dass Jesus auch in uns ist. Damit ist eine Wahrheit ausgesprochen, die wir in vielen spirituellen Wegen finden. Es geht darum, dass alles miteinander verbunden ist. Normalerweise nehmen wir diese Verbindung nicht wahr, wir setzen sie einfach voraus. Wenn wir aber das Bild vom Weinstock aufgreifen, dann erkennen wir, dass sich in den Trauben auch der ganze Weinstock abzeichnet, denn ohne ihn gäbe es keine Trauben. Das gleich gilt dann selbstverständlich für den Wein und das Glas, aus dem wir ihn trinken. In ihnen scheint der Weinstock wider. Im Weinstock hingegen erkennen wir die Erde, in der er gewachsen ist, die Sonne, die ihn beschienen hat, den Winzer, der ihn angebaut hat und so weiter. So wird das Wort von Jesus weniger geheimnisvoll und gewinnt an spiritueller Tiefe. In Jesus spiegeln wir uns wieder und in uns spiegelt sich Jesus wider. Er ist in uns und wir in ihm. Ein schönes Bild, das zeigt, wie wir mit allem eins sind.
In Jesus sein ist die Grundlage dafür, dass Jesus auch in uns ist. Damit ist eine Wahrheit ausgesprochen, die wir in vielen spirituellen Wegen finden. Es geht darum, dass alles miteinander verbunden ist. Normalerweise nehmen wir diese Verbindung nicht wahr, wir setzen sie einfach voraus. Wenn wir aber das Bild vom Weinstock aufgreifen, dann erkennen wir, dass sich in den Trauben auch der ganze Weinstock abzeichnet, denn ohne ihn gäbe es keine Trauben. Das gleich gilt dann selbstverständlich für den Wein und das Glas, aus dem wir ihn trinken. In ihnen scheint der Weinstock wider. Im Weinstock hingegen erkennen wir die Erde, in der er gewachsen ist, die Sonne, die ihn beschienen hat, den Winzer, der ihn angebaut hat und so weiter. So wird das Wort von Jesus weniger geheimnisvoll und gewinnt an spiritueller Tiefe. In Jesus spiegeln wir uns wieder und in uns spiegelt sich Jesus wider. Er ist in uns und wir in ihm. Ein schönes Bild, das zeigt, wie wir mit allem eins sind.











