Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor. Aber in ihnen hallt das Gesehene nach. Sie können es noch immer nicht begreifen. Sie haben soeben eine umwälzende Erfahrung gemacht, die fasziniert und ihr Denken nie mehr loslässt. Sie haben, so deuten sie es später, Jesus in all seiner Herrlichkeit als Christus gesehen. Das ist die Erfahrung, die sie prägt und aus der sie Kraft für ihr ganzes Leben schöpfen.
Das, was sie fasziniert hat, konnten sie nicht festhalten. Faszinierende Augenblicke sind immer flüchtig und nur im Augenblick, in dem Moment der Erfahrung als solche faszinierend. Sie können nicht wiederholt werden. Wenn man es doch versucht bleibt immer der Vergleich mit der Erinnerung bestehen. Es ist deshalb wichtig, sich diese Augenblicke immer wieder in Erinnerung zu rufen, dabei aber mehr an die Gefühle als an das Geschehen zu denken. Nur so kann es lebendig gehalten werden. Das, was in der Zeit geschehen ist, hat sich aus der Zeit gelöst, weil man in diesem Augenblick selbst jenseits aller zeit gewesen ist. Das ist der Kern von spiritueller Erfahrung. Den Augenblick bewahren kann man nur in der Erinnerung, festschreiben lässt er sich nicht. Deshalb legen spirituelle Schulungswege so viel Wert darauf, dass man ganz im Augenblick ist.
Das, was sie fasziniert hat, konnten sie nicht festhalten. Faszinierende Augenblicke sind immer flüchtig und nur im Augenblick, in dem Moment der Erfahrung als solche faszinierend. Sie können nicht wiederholt werden. Wenn man es doch versucht bleibt immer der Vergleich mit der Erinnerung bestehen. Es ist deshalb wichtig, sich diese Augenblicke immer wieder in Erinnerung zu rufen, dabei aber mehr an die Gefühle als an das Geschehen zu denken. Nur so kann es lebendig gehalten werden. Das, was in der Zeit geschehen ist, hat sich aus der Zeit gelöst, weil man in diesem Augenblick selbst jenseits aller zeit gewesen ist. Das ist der Kern von spiritueller Erfahrung. Den Augenblick bewahren kann man nur in der Erinnerung, festschreiben lässt er sich nicht. Deshalb legen spirituelle Schulungswege so viel Wert darauf, dass man ganz im Augenblick ist.











