Erzbistum Freiburg trauert um Prälat Dr. Raimund Hug

16.04.2026 | Langjähriger Domkapellmeister wurde 90 Jahre alt

Freiburg. Das Erzbistum Freiburg trauert um Domkapellmeister a.D. Prälat Dr. Raimund Hug.  Er starb im Alter von 90 Jahren, wenige Tage vor seinem 91. Geburtstag, am Sonntag (12.04.) in Freiburg. Prälat Dr. Raimund Hug wirkte 33 Jahre – von 1969 bis 2002 - als Domkapellmeister am Freiburger Münster.
 
Raimund Hug wurde am 17.04.1935 in Stühlingen geboren und 1960 im Konstanzer Münster zum Priester geweiht. Nach Vikarsjahren in den Pfarreien St. Pankratius in Dossenheim und St. Mauritius in Hausach im Kinzigtal, wurde er aufgrund seines außergewöhnlichen musikalischen Talents im September 1963 für ein Musikstudium beurlaubt, welches ihn zunächst an die Musikhochschule nach Wien führte. Weitere Stationen des Kirchenmusikstudiums waren Innsbruck, Basel und Mainz. Nach Freiburg zurückgekehrt, wurde er am 1. Oktober 1969 zum Domkapellmeister am Freiburger Münster ernannt und stellte sich in den darauffolgenden 33 Jahren mit großer Leidenschaft dieser Aufgabe. Im Jahr 1970 erfolgte durch ihn die Wiedergründung der Domsingknaben, welche im Dritten Reich verboten worden waren, 1973 die Gründung der Mädchenkantorei und 1981 die Gründung der Domkapelle.
 
Darüber hinaus engagierte er sich als Dozent an der Musikhochschule in Freiburg, als Mitglied im Präsidium des Verbandes Pueri Cantores und in der Liturgischen Kommission der Erzdiözese. Im Oktober 1974 wurde er ebenso zum Dompräbendar am Freiburger Münster ernannt und mit seelsorglichen Aufgaben betraut.
 
Das Erzbistum Freiburg würdigt sein Wirken in einem Nachruf: „Raimund Hug verstand es, Musik als Ausdruck des Glaubens zu leben und zu vermitteln. Sein tiefes Verständnis für die Liturgie und seine Fähigkeit, die Musik mit der Verkündigung der Frohen Botschaft zu verbinden, machten ihn zu einem wahren Meister seiner Kunst. Mit der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste und mit unzähligen Konzerten hat er viele Menschen angesprochen und beschenkt.“
 
Die Trauerfeier findet am Freitag, den 24. April 2026 um 9.30 Uhr in der Kirche Hl. Dreifaltigkeit in Freiburg statt, anschließend ist die Beisetzung auf dem Bergäckerfriedhof in Freiburg-Littenweiler. Das Pontifikalrequiem für Raimund Hug wird am Freitag, den 24. April 2026 um 18:30 Uhr im Freiburger Münster gefeiert.
 
Einen ausführlichen Nachruf auf Domkapellmeister a.D. Prälat Dr. Raimund Hug finden Sie bei der Freiburger Dommusik.
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Eine auf den ersten Blick unverständliche Darstellung am Mose-Fries an der Autobahnkirche. Zwischen Mose und seiner Schwester Miriam findet sich eine Konstruktionszeichnung, in der auf der Fläche ein tiefer Raum aufgezogen wird. Möglich wird das durch die Konstruktion eines Fluchtpunktes, die die Malerei zur Zeit der Renaissance revolutioniert hat. Mit einem Fluchtpunkt erreicht man eine Perspektive und die Fläche bekommt räumliche Tiefe. Es ist der Versuch in der zweiten Dimension das darzustellen, was wir als dreidimensional wahrnehmen. Genau genommen ist es eine Sinnestäuschung. Mit der angeblichen Tiefe gewinnen wir eine neue Perspektive. Die vier Flächen um das Rechteck in der Mitte haben eine Funktion. Durch die leeren Trapeze, die Längs- und Querschraffur wird der Blick automatisch auf die Mitte gelenkt und zwar hinter die Mitte, die man nicht sieht, auf die Linien aber zulaufen. Der räumliche Eindruck wird verstärkt. Der Fluchtpunkt wird zum Fokus, an dem sich alles ausrichtet.
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