Neues Bonifatiuswerk-Austauschprogramm stärkt pastorales Lernen über Ländergrenzen hinweg

16.07.2026 | Pastorale Mitarbeitende und Ehrenamtliche aus Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum können sich bis zum 15. September 2026 bewerben

Das Bonifatiuswerk startet mit „SPIRIT EXPO|SURE“ ein neues internationales Austausch- und Begegnungsprogramm für pastorale Mitarbeitende und engagierte Ehrenamtliche. Bis zum 15. September 2026 können sich Interessierte aus Deutschland, Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Norwegen und Schweden bewerben. Ziel des Programms ist es, Erfahrungen aus unterschiedlichen Diasporakontexten zusammenzubringen und neue Impulse für eine missionarische, synodale und lebensnahe Pastoral zu gewinnen und sich darüber auszutauschen. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Austauschprogramm sollen beim Katholikentag 2028 in Paderborn vorgestellt und diskutiert werden.
 
Insgesamt werden 28 Teilnehmende zu 14 Tandems zusammengestellt. Jedes Tandem besteht also aus zwei Personen aus Deutschland beziehungsweise zwei Personen aus Nordeuropa oder dem Baltikum. Die teilnehmenden Tandems besuchen sich gegenseitig jeweils für eine Woche und erhalten so unmittelbare Einblicke in das kirchliche Leben, die pastorale Praxis und den Glaubensalltag in den jeweiligen Regionen in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum. „Wo katholische Christinnen und Christen in der Minderheit leben, entstehen häufig kreative und zukunftsweisende Antworten auf pastorale Fragen unserer Zeit. Mit dem Programm ‚SPIRIT EXPO|SURE‘ wollen wir diese Erfahrungen als Bonifatiuswerk sicht- und nutzbar machen sowie den Austausch u ber Ländergrenzen hinweg fördern. Die Frage ist, was Kirche als Weltkirche heute voneinander und miteinander lernen kann“, erklärt Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen.
 
Das Programm ist in zwei Phasen gegliedert. Zwischen November 2026 und Februar 2027 empfangen die Teilnehmenden aus Deutschland ihr jeweiliges Tandem aus dem Ausland in Deutschland. In der zweiten Phase besuchen sie zwischen März und Oktober 2027 die Heimatregion ihres Partners in Nordeuropa oder dem Baltikum. Die Unterbringung erfolgt nach Möglichkeit in Gastfamilien, kirchlichen Einrichtungen oder Bildungshäusern. Die Reise- und Unterkunftskosten sowie der Besuch des Katholikentags 2028 in Paderborn sind durch die Förderung des Bonifatiuswerkes abgedeckt. Die Verpflegung erfolgt in Eigenleistung. Zum Programm gehören unter anderem Hospitationen in pastoralen Einrichtungen, Gespräche mit Haupt- und Ehrenamtlichen, Begegnungen mit kirchlichen Verantwortungsträgern sowie Einblicke in die Familien-, Jugend- und Sozialpastoral. Auch Gottesdienste, geistliche Angebote und der Austausch über Chancen und Herausforderungen des kirchlichen Lebens in der Diaspora sind feste Bestandteile.
 
„SPIRIT EXPO|SURE greift zentrale Fragen kirchlicher Zukunftsgestaltung auf: Wie kann Glaubensweitergabe dort gelingen, wo Kirche keine gesellschaftliche Selbstverständlichkeit mehr ist? Was stärkt Gemeinden, die über große Entfernungen verteilt sind? Was gibt Halt und Orientierung im persönlichen Glauben? Was trägt die Kirche vor Ort? Und wie können unterschiedliche Sprachen, Kulturen und Traditionen zu einer lebendigen Gemeinschaft zusammenfinden? Gemeinsam wollen wir nach Antworten suchen und voneinander lernen“, sagt Monsignore Austen.
 
Weitere Informationen stehen unter www.bonifatiuswerk.de/exposure zur Verfügung.
 
(Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken)
 
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Macht zu haben gehört zu den größten Versuchungen, denen wir Menschen ausgesetzt sind. Auch Jesus war davor nicht gefeit. Die dritte Versuchung in der Zeit seines Wüstenaufenthalts zeugt davon: »8 Zuletzt führte der Teufel Jesus auf einen sehr hohen Berg, zeigte ihm alle Reiche der Welt in ihrer Größe und Pracht 9 und sagte: ›Dies alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.‹ 10 Da sagte Jesus: ›Weg mit dir, Satan! In den Heiligen Schriften heißt es: 'Vor dem Herrn, deinem Gott, wirf dich nieder, ihn sollst du anbeten und niemand sonst.'‹« (Matthäus 4,8-10, Übersetzung Gute Nachricht) Jesus wehrt sich durch einen Rückgriff auf seine religiöse Tradition gegen das Ansinnen des Satans und widersteht dieser Versuchung. Er überlasst es Gott allein, allmächtig zu sein und wehrt sich gegen jeden eigenen Machtanspruch.
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