Bilderweltarchiv 2017

 
Die Autobahnkirche Baden-Baden bietet dem Auge des Betrachters viele Anregungen. Diese Darstellungen in Beton, Glas und Email regen zum Nachdenken an. Wir werden in loser Folge auf unserer Homepage einige Bilder vorstellen und mit einer kleinen Betrachtung Denkanstöße geben. Wenn es dazu führt, das Original zu betrachten, dann freuen wir uns darüber. Denn das Gesamtkunstwerk »Autobahnkirche« ist dazu da, dass man mit ihm in Kontakt kommt.
  

Löwengesicht

Schon sehr früh, als die Autoren der vier biblischen Evangelien namentlich festgelegt worden sind, war auch das Symbol für den Evangelisten Markus gefunden. Anscheinend steht er für die Ursprünglichkeit und die unbändige  Kraft, die dieses Evangelium ausstrahlt. An der Autobahnkirche hat Emil Wachter den »Löwen Markus« an den Sockel eines der vier Träger des Daches der Autobahnkirche angebracht. Die anderen drei werden selbstverständlich durch die Symbolgestalten der anderen drei Evangelisten gestützt.

Warten

Heute muss es schnell gehen. Dann hält es auf, wenn man warten muss. Ja, Warten müssen ist unangenehm. Sei es in der Schlange vor der Kasse im Supermarkt, sei es im Wartezimmer beim Arzt, auf dem Bahnsteig auf den verspäteten Zug oder auch schon an der roten Ampel. Wenn wir warten müssen, verlieren wir Zeit. Warten passt nicht mehr in unsere Zeit. Wir sind auch ungeduldig, wenn wir auf die Erfüllung eines Wunsches warten müssen oder wir nicht gleich das tun können, was wir wollen.

Gotteserfahrung

Der Prophet Elia ist eine zwiespältige Figur aus dem Ersten Testament. Auch wenn ihm kein eigenes Buch zugeschrieben wird, gilt er doch als der größte Prophet im Alten Israel und wird als solcher bis heute verehrt. Er stand immer im Zwiespalt zwischen der weltliche und göttlichen Macht, er kannte die Verlockungen beider Seiten und musste sein Handeln und seine Überzeugungen immer wieder auf den Prüfstand stellen. Er war sich seiner Sache nie ganz sicher.

Zugeschlagene Türen

Noah schließt die Türen der Arche und macht sich auf die lange Fahrt, um seine Familie und jeweils ein Tier jeder Gattung zu retten. Ihn soll die Flut nicht vernichten und das Leben auf der Welt soll weitergehen. So hören wir die Botschaft aus dem Buch Genesis. Diese Geschichte wird meist als Rettungsgeschichte und sie ist es ja auch. Doch da ist auch eine andere Dimension. Rettung für ein paar wenige und Tod und Vernichtung für die meisten anderen. Und das, weil sie nicht nach den Geboten Gottes gelebt haben? Da regt sich Widerspruch, dieses Vorgehen widerspricht unserem Gerechtigkeitsempfinden.

Engelsflügel

Wie können wir von einer anderen Wirklichkeit reden, zu der wir vielleicht einen Erfahrungszugang haben, für die uns aber die Worte fehlen? Die Menschen standen immer wieder vor dieser schier unlösbaren Aufgabe. Konkret gesprochen heißt das: »Wie können wir von Gott in menschlicher Sprache reden, wo uns jegliches Wissen fehlt?«

Brennende Erfahrung

Eine Naturerscheinung, die er sich nicht erklären konnte machte Mose neugierig. Er sah einen Dornbusch, der brannte und doch nicht verbrannte. Diese Entdeckung  machte ihn zu einem anderen Menschen. Für ihn fand eine Erfahrung statt, die er als Erfahrung Gottes berichtete. Gott offenbarte sich ihm und gab ihm den Auftrag, das Volk Israel aus der ägyptischen Knechtschaft zu befreien und in das Gelobte Land zu führen. In diesem brennenden Dornbusch sehen wir die Geburtsstunde einer Religion. Mose erfährt nicht nur die reale Gegenwart Gottes, sondern er bekommt auch den Namen Gottes mitgeteilt: »JHWH - Ich bin da«. Wir sehen diese vier hebräischen Buchstaben an der Oberseite der Bildausschnittes vom Mose-Turm.

Judas, ein Verräter?

Grimmig blickt er drein, der Judas, wie ihn Emil Wachter in der Krypta der Autobahnkirche dargestellt hat. Grimmig und entschlossen, alles andere als sympathisch. Judas der Verräter, ist ja auch nicht sympathisch. Er hat laut den Evangelien Jesus mit deinem Kuss verraten und dafür dreißig Silberlinge kassiert (Mt 26,15). Für Verräter gibt es keine Gnade, es ist mit das Schlimmste, was man anderen Menschen oder Gemeinschaften antun kann. So wird auch Judas in einem Atemzug mit dem Verrat genannt und er gilt als der schlechteste Mensch, den man sich denken kann.

Ich will es anders

Protest, so heißt es, ist das Vorrecht der Jugend. Veränderungen werden meist durch Menschen angeregt. Das ist eine Erfahrung, die sich durch die Menschheitsgeschichte durchzieht. Aber wird dieser jugendliche Elan ernstgenommen? Und nehmen sich junge Menschen dabei immer auch selbst ernst? Trauen sie dieser Kraft, die in ihnen steckt?

Immer wieder Aufbrechen

Die Koffer sind gepackt, alle notwendigen Vorbereitungen sind getroffen, die Zeitung abbestellt, das Blumengießen organisiert. Jetzt kann es losgehen. Nach den ersten Kilometern dann die Frage, ob das Bügeleisen abgeschaltet ist. So oder ähnlich sieht mancher Aufbruch in den Urlaub aus. Wir fahren weg, um uns zu erholen. Wir tun dies in der Gewissheit, dass wir ja wieder zurück kommen werden. Deshalb ja auch die Sorge, dass alles so bleibt und in unserer Abwesenheit nichts passiert, das einen Wiedereinstieg nach dem Urlaub erschweren würde. Wenn wir in Urlaub fahren, dann gehen wir nur für eine kurze, überschaubare Zeit weg. 

Niedergetreten

Ein bedrückendes Bild und so aktuell wie eh und je. Brutal wird der Kopf eines Menschen mit einem Soldatenstiefel niedergedrückt. Keine Möglichkeit, sich zu wehren, keine Chance auf ein Entkommen. Dieses Bild steht für die Unterdrückungserfahrungen, die zu jeder Zeit in der Menschheitsgeschichte gemacht wurden. Und es fallen uns wahrscheinlich genügend Orte der Erde ein, in denen genau jetzt und heute Menschen niedergehalten und unterdrückt werden.
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Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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